LOK Lernortkooperation

Berliner Standards für Lernortkooperation zwischen Berufsschule und Betrieb

Acht Berliner Berufsschulen entwickeln und erproben seit Anfang des Jahres 2019 in Pilotprojekten Verbesserungen der Lernortkooperationen mit ihren betrieblichen Partnern*innen im Rahmen der dualen Berufsausbildung. Sie werden dabei durch die k.o.s GmbH inhaltlich und konzeptionell begleitet.
Die angestrebte qualitative Verbesserung der Lernortkooperation ist vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen des dualen Systems einzuordnen: Es geht um die Stärkung der Integrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch um die Attraktivität des dualen Systems.
Für die Umsetzung und praxisnahe Erprobung der Einzelvorhaben stehen bis Herbst 2021 Mittel der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung.

Ziele
Das Modellprojekt "Berliner Standards zur Lernortkooperation" zielt darauf ab, Indikatoren für gute Lernortkooperation sowie Formate der kontinuierlichen Kooperation der Lernorte Berufsschule und Betrieb zu entwickeln und zu erproben, die zu verbindlichen Standards in Berlin werden sollen.
Die Berliner Standards zur Lernortkooperation werden zusammengefasst und veröffentlicht. Sie sollen in das System der Berliner dualen Berufsausbildung überführt werden.

Struktur und Dialogprozess
Die Prozessbegleitung durch die k.o.s GmbH agiert auf mehreren Akteurs- und Handlungsebenen, die miteinander verschränkt sind. Neben den je individuellen Prozessen der Pilotprojekte aus Berufsschule und Betrieben treffen sich die beteiligten Berufsschulakteure halbjährlich in Workshops zu ausgewählten Themen der Lernortkooperation und bearbeiten Fragestellungen der operativen Gestaltung.
LOK-Projektgrafik.png Daneben findet ein Transfer der (Teil-)Ergebnisse über Formen fachlicher und öffentlicher Dialoge statt, der eine nachhaltige Implementation von bewährten Standards, aber auch gelingender Maßnahmen von Lernortkooperationen auch für weitere Berliner Berufsschulen und ihre betrieblichen Partner*innen eröffnen soll.
Die Entwicklung von übergeordneten Berliner Standards für Lernortkooperation im Land wird durch die Humboldt-Universität zu Berlin wissenschaftlich begleitet.
In einem Begleitgremium, in dem die Senatsverwaltungen für Bildung und Arbeit, die Kammern, die Sozialpartner*innen und wissenschaftliche Experten*innen vertreten sind, werden die Einzelprojekte wie auch die Ausformulierung von Berliner Standards und die Handlungsempfehlungen für gelingende Lernortkooperationen diskutiert und votiert.
Der Gesamtprozess ist als partizipatorisches Verfahren angelegt, in dem alle Beteiligten und interessierte Parteien der Berufsausbildung in Berlin in angemessener Weise in das Vorhaben integriert werden. So sind eine Akzeptanz und Validität der erzielten Ergebnisse in Form von Modellen für Verfahren und Instrumente zu erwarten, auf deren Grundlage werden verbindliche Standards der Lernortkooperation formuliert.

Die Aufgaben der k.o.s beinhalten:

  • die Beratung und der Support der Einzelvorhaben in den Berufsschulen, u.a. zur Einbindung der betrieblichen Partner*innen,
  • die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung von Fachworkshops und Arbeitstreffen auf der Verbundebene,
  • die Zusammenarbeit und Austausch mit der wissenschaftlichen Begleitung,
  • die Moderation und Organisation von Treffen des Begleitgremiums,
  • die Zusammenführung von Ergebnissen und Erkenntnissen in Form von Prozessdokumentationen und ausgewählten Veröffentlichungen und
  • die Öffentlichkeitsarbeit und Transfers im Dialog mit der Auftraggeberin.

Die Prozessbegleitung sichert die Transparenz des Gesamtvorhabens durch regelmäßige Berichte u.a. an das Bergleitgremium und stellt die Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Auftraggeberin
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Laufzeit
01.01.2019 - 31.07.2021

Veröffentlichungen



Ansprechpartner/in
Marie-Luise Glander
ml.glander[at]kos-qualitaet.de
Telefon: +49 (0)30 2887 565 20
Melanie Helmig
m.helmig[at]kos-qualitaet.de
Telefon: +49 (0)30 2887 565 19